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Motorbikes, Mines and Mountains

Dezember 7

Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Minivan nach Phonsavan, einer kleinen Stadt 150 Km südöstlich von Luang Prabang. Da wir schon am 2. Tag die Tickets gekauft hatten inkl. Abholservice, mussten wir nur noch am Guesthouse auf unseren Fahrer warten. Als aber nach einer halben Stunde, nach unserem vereinbarten Termin, immer noch niemand kam, um uns abzuholen, wurden wir etwas nervös, auch weil der Bus nach Phonsavan um 9:00 Uhr abfahren sollte und es mittlerweile 8:50 Uhr war. Aber wir hatten die Rechnung ohne die laotische Mentalität gemacht. Der Fahrer kam um 9:00 Uhr, eine Viertelstunde später waren wir am Busbahnhof und unser Bus nach Phonsavan fuhr letztendlich erst um 9:45 Uhr ab. Das war aber für die nächsten 6 Std. das letzte Amüsante, was wir erlebten. Die Fahrt durch die Berge, in einem viel zu warmen Minivan war, bis auf die letzte Halbestunde, in der das Land flacher wurde, anstrengend und nervenzerreibend. Leider machte die Stadt die Mühen keines Falls wieder wett.

Phonsavan war mal wieder ein staubiges rustikales Städtchen, das sehr an eine Wildwest Stadt erinnerte. Solche Städte haben im Grunde nur eine Hauptsraße, an der auf beiden Seiten jeweils eine lange Reihe Häuser und Geschäfte lagen. Zu allen ästhetischen Untertreibungen kam noch, dass Phonsavan direkt an einer großen Verkehrsroute gebaut worden war und dass neben massenweise Mopeds auch riesige Trucks durch das Städtchen donnerten. Donnern ist hier übrigens genau der richtige Ausdruck, denn die meisten Laoten kümmern sich wenig um irgendwelche Straßenschilder, die ihnen erzählen wie schnell sie zu fahren haben.

Wir wollten nur einen Tag bleiben, um uns die Plain of Jars anzuschauen und ein wenig durch die Gegend zu gucken. Das wohl beste Fortbewegungsmittel hierfür war ein Motorrad, dass wir gleich am Morgen ausliehen. Unseren ersten Halt machten wir an Platz 1 von ungefähr 6 an denen man sich die riesigen Steinkrüge anschauen kann. Diese sind wohl in der Vergangenheit für alles Mögliche angefertig worden, um dann einige hundert Jahre später wieder gefunden zu werden. Nachdem wir hier auch das 1. Mal Zeuge von immernoch vermintem und mit Blindgängern verseuchtem Gebiet wurden, wurde uns erst richtig klar, welche Auswirkungen der Vietnam-Krieg und auch der von den Amerikanern unterstützte Krieg gegen die Kommunisten auf Laos hatte- aber vor allem noch hat.

Unser zweiter Halt war die ehemalige Provinzhauptstadt Moang Khoun, von der aber leider nicht mehr viel übrig ist, außer ein größeres Holzhüttendorf, da auch diese Stadt im Krieg komplett zerbombt wurde und der Wiederaufbau nie wirklich stattgefunden hatte. Selbst auf religiöse Stätten wurde keine Rücksicht genommen und so konnten wir lediglich die Überreste von einer großen Stupa und einem Tempel anschauen.

Schon auf der Fahrt hierher hatten wir uns gefragt, wann wohl die Abzweigung zu den Plätzen 2 und 3 der Steinkrüge kommen sollte. Auf der Fahrt zurück fanden wir diese dann, die wir wohl einfach übersehen hatten. Hier hörte die asphaltierte Straße auf und verwandelte sich in eine Staub- und Schotterpiste.

Dirt road around Phonsavan

Da sich der Tag schon dem Ende näherte und unser Tankinhalt auch, beschlossen wir die Schotterpiste nur noch ein wenig weiter zu fahren und dann irgendwann umzudrehen. Staubbedeckt kamen wir dann um ca. 17:00 Uhr wieder zurück nach Phonsavan. Da wir uns hier auf bummelig 1000-1500 m Höhe befanden, wurde es auch mit zunehmender Dunkelheit empfindlich kalt und wir waren froh nicht noch später zurückgekommen zu sein. Nach unserer Ankunft  besuchten wir noch das Mines Advisory Group, kurz MAG, Hauptquartier und schauten uns gespannt an, was der Krieg in Form von Minen und Blindgängern noch heute für massive Auswirkungen auf die Bevölkerung in denen, von UXO (unexploded ordnance) (nichtexplodierte Artilleriegeschosse) verseuchten Gegenden hat.

Früh am nächsten Morgen ging es dann mit dem Minivan wieder in Richtung Süden, genauer gesagt nach Vang Vieng, einer kleinen Touristenstadt, ca. 150 km nördlich der Hauptstadt Vientiane. Auch hier blieben wir nur 2 Nächte, um nicht länger als nötig in der, von Besoffenen und 24/7 laufenden amerikanischen Fernsehserien, verseuchten Stadt bleiben zu müssen. Auch hier liehen wir uns wieder ein Motorrad aus. Wir wollten nämlich eine 60 km Motorradtour in die Natur westlich von Vang Vieng bestreiten. Die Natur hier war wirklich sehr sehr schön. In einem engen Tal ging es durch Dschungel und Reisfelder, vorbei an vielen Höhlen und kleinen Ortschaften, über Flüsse, Stöcker und Steine. Der Höhepunkt der Tour war die Schwimmgelegenheit bei der Tham Phou Kam Höhle. Diese bestand aus einem fast azurblau schimmernden kleinen Fluss, der überraschend tief war. Das wirklich geniale war, dass man von einem Baum, der schief über den Fluss gewachsen war, von wahlweise 2m oder sogar 5-6m in den Fluss springen konnte. Hier verbrachten wir ca. 2 Std. bevor wir den Hauptteil der Tour machen. Bis heute sind wir uns nicht sicher ob die Karte falsch war oder wir einen der Karte unbekannten Weg gefahren sind, denn nach ca. der Hälfte des Weges stoppte ein Einheimischer, den wir nach dem Weg gefragt hatten, unseren Glauben, dass wir die Rundtour gegen den Uhrzeigersinn machten. Er sagte uns, dass wir die Tour genau den anderen Weg herum machten, was uns angesichts des Kartenmaterials unmöglich schien, denn demnach hätten wir nach der Schwimmgelegenheit wieder 10 Km in Richtung Vang Vieng fahren müssen um eine Abzweigung zu nehmen, dies haben wir aber nie getan. Ein weiteres Problem war, dass wir nur eine begrenzte Summe an Geld mithatten, da wir nicht erwartet hatten auf große Ausgaben zu stoßen. Aber wie das Sprichwort wahrheitsgemäß behauptet:” Kleinvieh macht auch Mist” Denn nach dem Tanken, Höhleneintritt und 2 Brückengebühren, standen wir vor der 3. Brücke ohne Geld. Schon an der 2. Brücke konnten wir schon nicht mehr den vollen Preis bezahlen. Wer konnte auch ahnen, dass die Lokalbvölkerung auf die Idee kommt, als Wegelagerer Gebühren auf mickrige Holzbrücken zu verlangen. Irgendwie bekamen wir dennoch hin, dass die Wegelagererfamilie uns durchließ, obwohl sie uns erst überhaupt nicht glauben wollte,dass wir kein Geld dabei hatten. Irgendwie verständlich angesichts dessen, dass die Laoten nichts anderes gewohnt sind von westlich aussehenden Personen. Da kann man als Reisender bestimmt auch mal gegen eine undruchdringliche Wand von Ignoranz und nicht-Glauben laufen. Nach dieser Brücke wurde der Weg unendlich schlecht und war eher nur noch ein steiniger und mit Schlaglöchern übersähter Feldweg. Asphalt hatten wir schon seit dem Verlassen von Vang Vieng nicht gesehen, aber dennoch hielt unsere Maschine alles aus. Am späten Nachmittag kamen wir dann wieder in der Stadt an und gleich am nächsten Tag ging es mit dem lokalen Bus gen Vientiane.

To be continued…

Little Town, Two Rivers and Laziness

Dezember 7

Die nächsten Tage verbrachten wir in einer Mischung aus Gemütlichkeit und Aktivitätslust. Am selben Abend noch ging es auf den berühmten Nachtmarkt von Luang Prabang, der jeden Abend auf einer großen Straße im Zentrum errichtet wird und gegen 23:00 Uhr wieder verschwindet, sodass wir nicht nur einmal über diesen gebummelt sind. Der 2. Tag bestand aus einer Mischung aus Stadtbummel, am Ufer des Mekongs relaxen bei einigen Fruchtshakes und dem Besichtigen eines Tempels. Auch dieser Tag wurde wieder mit Nachtmarkt, Internet Café und Abendessen an einem der vielen und gut besuchten Essensständen beendet. Was das abendliche Angebot an Speisen und Getränken, die auf der Straße serviert werden, angeht, machten bisher wenige Orte Luang Prabang Konkurrenz. Was uns an der Stadt besonders gefiel, war das überall herrschende gemütliche Ambiente, das sich aus dem architektonischen Einfluss der Franzosen und dem laotisch tropischem Flair zusammensetzt. Sowie, dass das Stadtzentrum idyllischerweise eingekesselt zwischen dem Mekong und dem Nam Khan gelegen war.

Am nächsten Tag sicherten wir mal wieder alle Bilder auf DVD Rohlingen, um sie gleich am nächsten Tag gen Heimat zu schicken. Späterstiegen wir noch auf den Phou Si Hill inmitten des Zentrums, um von dort aus den Sonnenuntergang zu beobachten. Am letzen Tag machten wir einen Tagesausflug zu dem ungefähr 30 km entfernten Tad Se Wasserfall – aber Wasserfälle wäre wohl die bessere Bezeichnung gewesen. Denn nach der halbstündigen Tuk-Tuk Fahrt und 10 min. mit einem kleinen Boot, kamen wir zu einem Fluss, der durch den dichten Wald über unzählige Stufen wieder und wieder kleine Wasserfälle bildete und so auch etliche größere und kleinere Becken, in denen man großartig schwimmen konnte, mit Wasser versorgte. Durch das stetige Auswaschen vom Wasser waren manche Becken so tief, dass man ohne Probleme von der nächst höheren Stufe hineinspringen konnte. Hier hatten wir einige Stunden Zeit, bevor unser Tuk-Tuk Fahrer uns am Bootsanleger zurückerwartete. Das kühle Wasser kam gerade recht bei Temperaturen um die 35° Celsius, die hier herrschten. So verging auch unser letzter Tag, der durchaus lohnenswert gewesen war und wir waren uns einig, dass wir auf jeden Fall auch die nächste Chance ergreifen wollten, um wieder ins nasse Kühl zu springen.

North Laos: From Huay Xai over Nong Kiaw to Luang Prabang

November 18

Der von uns erwartete Sicherheits-Firlefanz blieb komplett aus bei unserem Grenzübertritt. Der Grenzübergang bestand praktisch nur aus jeweils einem kleinen Immigration Office auf beiden Seiten. Das Visa-Prozedere ging zügig von statten und im Grenzort Huay Xai fanden wir eine Unterkunft für die nächste Nacht. Denn schon am nächsten Tag ging es per Boot den Mekong runter. Mit geschätzten 80 anderen Passagieren ging es in 6 Std. nach Pak Beng. Die 6 Std. ware teilweise spannend, aber auch ziemlich anstrengend. Spannend war es auf dem Fluss der Flüsse den Mekong hinunter zu fahren und die, von Dschungel dominierten und langsam vorbeigleitenden Ufer zu betrachten und das 1. Mal Laos wahrzunehmen. Anstrengend war es 6 Std. eingequetscht in einem Freiraum von 50 cm zu sitzen, der von den Holzbänken vor und hinter uns bestimmt wurde und, dass unsere Holzbank genauso hart war, wie sie aussah und nach den 6 Std. noch härter wirkte.

Pak Beng ist ein staubiges rustikales Dörfchen auf halbem Weg zwischen dem Grenzübergang Huay Xai und Luang Prabang, der nächsten größeren Stadt. Da 90% der Reisenden hier nur übernachten um am nächsten Tag weiter den Fluss runter fahren, besteht der Ort in direkter Nähe zum Bootsanleger nur aus Gasthäußern und Restaurants. Wir wollten von hier den Touristenpfad verlassen und von Pak Beng mit dem Bus nach Udomxai und weiter ins Landesinnere reisen. Abends aßen wir in einem sehr guten indischen Restaurant bevor es schnell ins Bett ging. Die Nacht war mal wieder weniger entspannend, da wir phasenweise von Hunden, Hühnern und früh morgens von Babygeschrei geweckt wurden, die es alle wohl für angebracht hielten, direkt vor unserem Fenster ein Konzert zu geben. Morgens sollte es dann zur kleinen örtlichen Busstation gehen,um den 9:00 Uhr Bus nach Udomxai zu nehmen. Doch dank der falsch angegebenen Distanz vom Bootsanleger zur Busstation, die in unserem Reiseführer angegeben war, verpassten wir gleich mal den 1. Bus. Die 1,5 km entpuppten sich als 4 – 5 km und einem halbstündigen Morgenspaziergang mit Gepäck.

An der Busstation angekommen sagte man uns mit einem Lächeln, dass wir den Bus um 5 min. verpasst hätten und der nächste erst wieder um 12:00 Uhr fährt. Die 3 Std. Wartezeit war für uns überhaupt kein Problem und wurde mit Lesen, Sandwichs und Beer Lao überbrückt. Pünktlich um 12:00 Uhr ging es mit einem Kleinbus 4 Std. lang durch sanfte grüne Hügel und vorbei an unzähligen kleinen Siedlungen, an denen laufend Einheimische aus- und zustiegen. Udomxai war vermutlich noch staubiger als Pak Beng und glänzte nicht wirklich vor Charm und da hier 4 wichtige Verkehrsrouten zusammenliefen, wollte auch nur schwer Gemütlichkeit aufkommen. Am 2. Tag bekamen wir den Tipp, von Udomxai mit dem Bus nach Nong Kiaw zu fahren und von dort aus in 1 Std.Bootsfahrt das kleine Dörfchen Muang Ngoi Kua zu erreichen. Gleich am nächsten Morgen packten wir die Sachen und nahmen den Bus. 5 Std. ging es durch bergige Landschaft bis es nach 3/4 der Strecke flacher wurde. Auf unserem Weg nach Nong Kiaw hielten wir plötzlich mitten auf der Bergstraße und schon die paar Einheimischen, die vom Wegesrand nach unten in die Schlucht schauten, sagten uns, dass wohl etwas passiert seien müsste. Als wir ausstiegen, konnten wir ca. 80 m unter uns im Bergbach einen weißen Kleinbus ausmachen, der den Hang hinuntergestürzt war. Um den Bus standen 3-4 Einheimische, die irgendwie versuchten den Insassen zu helfen. Ein laotischer Jugendlicher der mit uns gefahren war und Englisch sprach, brachte in Erfahrung, dass wohl nicht mehr viel zu machen sei und dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die meisten der 20 Passagiere tot seien.

Aus Artikeln wussten wir, dass die Überlebenschance eines Verletzten ziemlich gering ist, da Laos meilenweit davon entfernt liegt eine halbwegs vernünftige medizinische Versorgung zu haben. Das nächste halbgrößere Krankenhaus liegt in Luang Prabang und ungefähr 100 km und 4-5 Autostunden über holperige Serpentinenstraßen von der Unfallstelle entfernt. Und selbst dieses kann durch mangelnde medizininsche Ausrüstung und geschultem Personal bei schwereren Verletzungen nicht viel ausrichten. Selbst das Krankenhaus in der Hauptstadt wird meistens überflogen und als Reisender ist man besser bedient sich gleich nach Bangkok oder Chiang Mai ausfliegen zu lassen. Traurig aber wahr!

Von Nong Kiaw ging es wie gesagt in 1 Std. nach Muang Ngoi Kua, welches von bummelig 800 Einwohnern bewohnt wird, keine Straßen und nicht einmal eine Straßenanbindung hat und pro Tag nur 4 Stunden Elektrizität zur Verfügung stehen. Das Dorf konnte also nur zu Fuss oder per Boot erreicht werden. Hier blieben wir die nächsten 4 Nächte. Der 1. Tag richtige Tag nach der Ankunft wurde mal wieder nur rumgebummelt und wir zogen auch gleich wieder um, da die erste Nacht im Bungalow mit hauchdünnen Wänden ziemlich laut war. Am selben Abend organisierten wir für den nächsten Tag einen fishing trip, von dem wir zurück ins Dorf tuben konnten (so wird das Treibenlassen in einem Traktorreifen-Schlauch genannt).

Um 9:00 Uhr am nächsten Morgen hieß es Leinen los. Zusammen mit einem schweizerischen Pärchen und 2 Einheimischen ging es in einem traditionellen Fischerboot  den Fluss rauf. Das insgesamt nur ca. 1/2 m breite Boot lag für unseren Geschmack viel zu instabil im Wasser und nicht nur einmal hatten Anna und ich das Gefühl, dass wir jetzt über Board gehen. Nachdem die Schweizer eher erfolglos mit dem Treibnetz nur ein paar kleinere Fische gefangen hatten, fuhren wir nochmal eine halbe Stunde den Fluss rauf und besuchten ein kleines lokales Stammesdorf, in dem die Zeit wohl vor 100 Jahren stehen geblieben ist. Später hatten Anna, der Bootsmann und ich ein wenig mehr Glück mit dem Wurfnetz und im Großen und Ganzen kamen ca. 1 Dutzend Fische zusammen, die wir kurze Zeit später über einem Feuer grillten. Tradtionell gab es Klebreis, Chili und viel Lao Lao (Reiswhisky)dazu. Der Lao Lao war gewöhnungsbedürftig, aber der Fisch war mehr als lecker.

Nach dem kleinen Flussbarbeque ging es dann per Tube zurück zum Dorf, was ungefähr eine 3/4 Std. dauerte. Am selben Abend saßen wir noch zusammen mit unserem Guide Saang, welcher übrigens einer der nettesten und lustigsten Menschen ist, den wir bisher auf der Reise kennengelernt hatten. Es gab Beer Lao, Lao Tee und selbstgemachte Bambusratten-Suppe, die sehr gut schmeckte, aber verdammt scharf war. Aber wir konnten Saangs Gastfreundschaft nicht auschlagen, was dadrin resultierte, dass wir immer mehr aufgefüllt bekamen und was damit endete, dass wir mehr und mehr Tee und Bier trinken mussten, um die Schärfe zu löschen, während Saang uns ein wenig auslachte. So verging der Abend und wir hörten viele Dorfgeschichten und Saang erzählte auch ein wenig stolz, dass 70% von seinen Erlösen den einheimischen Dörfern und Schulen  in Form von materiellen Spenden zu Gute kam.

Am nächsten Tag erkundeten wir die nähere Umgebung auf eigene Faust. Wir besuchten eine Höhle, in der sich in Kriegszeiten die Lokalbevölkerung vor den amerikanischen Bombenabwürfen versteckte, die wohl mehrmals in der Woche die Umgebung trafen. Ein wenig weiter führte der Weg durch Reisfelder in einem unglaublich schönen Tal an einem kleinen Fluss vorbei, der sich mal schneller, mal langsamer durch das Tal schlängelte. Hier entschieden wir spontan eine Abkühlung zu nehmen. An einer versteckten Stelle sprangen wir dann einfach in den Fluss und ließen es uns dort eine ganze Weile gut gehen, bevor wir zurück zum Dorf aufbrachen. Denn Saang hatte uns am Abend zuvor zu seiner Bootstaufe eingeladen, die so ungefähr um 16:00 Uhr stattfinden sollte. Da wir aber erst um 16:00 Uhr zurück kamen, haben wir die kurze Bootsfahrt auf dem Nam Ou mit seinem neuen Boot leider verpasst, dafür saßen wir aber abends wieder länger bei Saang zuhause und es gab mal wieder viel Gesprächsstoff. Da wir beabsichtigten am nächsten Tag nach Luang Prabang aufzubrechen und Saang den gleichen Weg einschlagen wollte, um seine Freund und Familie in Vientiane zu besuchen, konnten wir bis Luang Prabang mit ihm reisen. So bekamen wir auch noch die Möglichkeit mit ihm in seinem neuen Boot zu fahren, denn mit diesem brachte er uns nach Nong Kiaw runter, wo wir ein paar Tage zuvor angekommen waren. Von hier aus ging es per Minivan, in dem Saang schon ein paar Plätze für uns reserviert hatte, nach Luang Prabang. Die Tour verlief mal wieder ohne Zwischenfälle und wenig später kamen wir an. Nach einer kurzen Tuk Tuk Tour trennte sich unser Weg und wir verabschiedeten uns von Saang, mit der Hoffnung uns vielleicht nochmal über den Weg zu laufen, ansonsten hier noch mal an dieser Stelle, sok dee Saang.

…to be continued…