Juni 11

Unser nächster Halt war das 9 – 10 Std. entfernte Cuzco. Die einstige Inka Hauptstadt und Ausgangspunkt für die Ruinen von Machu Picchu war natürlich ein ganz schön touristisches Flecken Erde. Aber idyllisch war es trotzdem mit den kleinen kopfsteingepflasterten Gassen, den alten Gebäuden und den vielen kleinen Plätzen umringt von altertümlichen Kirchen. Aber unser Aufenthalt wurde auch von der ernüchternden Wahrheit getroffen, dass die Machu Picchu Anlagen so unglaublich kommerziell ausgeschlachtet wurde, dass wir uns die Ruinen nicht leisten wollten Das größte Übel ist, dass es Ausländern unter Strafe verboten ist die lokalen Transportmittel, wie den lokalen Zug, in Richtung Ruinen zu nehmen. Man wird also gezwungen das Monopol von PeruRail zu benutzen und wird sogar bestraft wenn man es umgehen will. Mittlerweile kann man nicht mal mehr die Strecke zum MP wandern, da die Hauptstrecke, der sogenannte Inka Trail, nur noch mit offiziellen Guides und Organisationen benutzt werden darf und die 4 Tages Wanderung um die 400 $ kostet. Dieser ganzen Geldmacherei – es ist ja in Ordnung ein hohen Eintrittspreis für die selbige Sehenswürdigkeit zu verlangen, aber schon bei der Anfahrt anfangen den Besuchern das Geld aus der Tasche zu ziehen und das mit so einer Dreistigkeit – wollten wir nicht auch noch beisteuern und fuhren so am nächsten Tag mit dem Bus nach Lima.

Doch wiedermal kam es etwas anders als geplant, denn wir hatten die Rechnung ohne die streikfreudigen Peruanern gemacht und so ging nach 18 Std. Fahrt wieder mal nicht auf der Straße. Der Grund war, dass die Baumwollbauern aufgrund massiver Preis-einstürze und von der Regierung verweigerten Subventionen den Panamerican Highway, der die südamerikanische Westküste entlang führt blockiert hatten. Das geschah 3 Std. vor Lima und letztendlich kamen wir 48 Std. nach dem Verlassen von Cuzco am Abend in Lima, der Hauptstadt und mit 8 Millionen Einwohnern der größten Stadt Perus an.

Vom vielen Warten und der zusätzlichen Nacht im Bus gibt es nicht viel zu erzählen genauso wie von Lima, außer, dass wir beide uns ein Tattoo in Lima stechen lassen haben gibt es von dort auch nicht zu erzählen. Zu Bemerken gibt es noch das superkleine familiäre Guesthouse in dem wir unterkamen. Es gab Platz für 8 Gäste und war eher eine Wohnung als ein Guesthouse. Es gab ein komplett eingerichtetes Wohnzimmer als Aufenthaltsbereich und eine Küche. Die Zeit die wir hier verbrachten war auch Muni aus Hong Kong da und ab und zu kamen anderen Gäste dazu und verschwanden dann wieder. Muni musste hier auf eine Freundin warten und war die meiste Zeit am Computer anzutreffen. Wir machten uns schon fast sorgen wenn dieser mal unbesetzt war.

Dann ging es die Küste hoch, weiter gen Norden.