März 3

Morgens früh ging es dann mit dem Bus in 5 Std. in den Küstenort Mui Ne. Eigentlich war Mui Ne bis vor 10 Jahren ein kleines Fischerdorf am Ende einer langen Bucht gelegen und dies ist heute nicht groß anders, außer, dass die schon genannte Bucht, die sich im Übrigen auf 10 Km erstreckt, jetzt keine freie Stelle mehr aufweisen kann, welche nicht von Resorts, Restaurants und Souvenirläden bebaut worden ist. Ihr seht schon, dass der Tourismus einiges verändern kann und in Mui Ne hat dieser unweigerlich zu einer enormen Veränderung geführt.

Glücklicherweise verstreuen sich die Unterkünfte und Restaurants durch die Länge der Bucht doch ein bisschen, sodass nicht alles auf einen Haufen liegt. Der Nachteil ist hierbei jedoch von A nach B zu kommen. Der Strand lag ca. in der Mitte der Bucht, gut abgeschirmt von etlichen Luxus-Resorts und den dazugehörenden Horden von Touristen. So kam es, dass wir unsere Zeit mit anderen Dingen als am Strand liegen und baden verbrachten. Es gab tatsächlich auch noch eine andere Besonderheit in der Nähe von Mui Ne zu sehen und zwar, man mag es fast nicht glauben, riesige Sanddünen. Das wollten wir uns anschauen und da wir kein Interesse hatten eine Jeeptour zu buchen, machten wir uns wiedermal per Motorrad auf den Weg. Der Hinweg dauerte schon etwas länger als geplant weil wir den weg nicht ganz genau kannten, es keine Beschilderung außer in Sichtweite der Dünen gab und diese ungefähr 25 Km von Mui Ne entfernt lagen. Schön, dass wir, als wir endlich angekommen waren, die Dünen für uns alleine hatten. Es war schon ein verwunderlicher Anblick inmitten von diesem Küstenstreifen, der landschaftlich auch eher an eine Wüste in Mexiko erinnerte, große weiße Sanddünen wie die in der Sahara zu sehen. Es schien also alles etwas surreal, wenn man sich Vietnam so vorstellte wie man es immer vor Augen hatte: dschungelbedeckte Hügel und Berge.

Coastal landscape near Mui Ne

Der Rückweg verlief dann ohne Orientierungsprobleme und der Aufenhalt hier wurde mit einem kurzen Strandbesuch abgeschlossen.

Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Nha Trang.

Nha Trang ist eine der größeren Städte Vietnams, aber viel zu tun gibt es hier nicht wirklich. Am bekanntesten ist die Stadt wohl dafür, dass sie direkt am Meer liegt und über einen eigenen schönen Strand verfügt. Einziger Nachteil hierbei ist, dass dieser zu jeder Tageszeit total überfüllt ist. Morgens bis zum frühen Nachmittag wird dieser größtenteils von Touristen bevölkert, bevor diese dann von den Einheimischen gen Abend abgelöst werden, die nach getaner Arbeit den Tag ausklingen lassen. Und auch nur zu dieser Zeit wird man permanent daran erinnert in Vietnam zu sein, ansonsten gleicht der Strand jedem anderen Stadtstrand in Europa. In den drei Tagen unternahmen wir auch nichts anderes. Allerdings war das Baden nicht jedermanns Sache, denn aufgrund der heftigen Brandung und der bis zu 2m hohen Wellen, kam es schon mal vor, dass man sehr unsanft und unfreiwillig wieder am Strand landete. Für alle anderen waren die Wellen ein Heidenspaß. Auch musste man seine Besitztümer praktisch an sich ketten, damit diese nicht plötzlich Beine bekamen und wegliefen. In 2 Tagen Strandbesuch wurden wir zweimal Zeugen von einem derartigen Phänomen, doch wurden die Fluchtversuche der Habseligkeiten der Reisenden durch aufmerksame Standnachbarn unterbunden, aber darauf verlassen sollte man sich nicht.

Das war auch schon alles was wir in Nha Trang erlebt hatten und nach dem kurzen Aufenthalt ging es dann weiter nach Norden. Von Nha Trang nach Hoi An waren es 11 Std. Busfahrt, die wir allerdings nicht in einem Stück abhaken wollten.

Sunset over Quy Nohn

Wir machten also noch einen Tag Zwischenstopp in der kleinen Provinzstadt Quy Nhon, 5 Std. nördlich von Nha Trang. Hier war absolut Nichts mehr los. Der Strand strahlte nicht sonderlich vor Charme und war wie leergeräumt. Wir fühlten uns schon fast etwas blöd die einzigen an so einem großen Strand zu sein und außer einen Strandbesuch konnte man nicht mehr viel machen. Deshalb verbrachten wir auch nur eine Nacht in Quy Nhon und schon früh am nächsten Morgen brachen wir auf, um nach Hoi An zu gelangen.