Januar 21

Am Mittwoch, dem 5.Januar, ging es dann für uns wieder weiter in ein neues Land- und zwar Malaysien.

Den Flug von Phnom Penh in die malaysische Hauptstadt Hauptstadt Kuala Lumpur hatten wir schon in Laos gebucht und ging ohne Probleme von statten.

Hier eine kleine Anekdote: Was wir schon wussten, aber nie wirklich in Kraft getreten war, war dass viele Länder in Südostasien eine Ausreisegebühr an vielen Flufhäfen verlangen. Vermutlich eine Art Maut für die Benutzung der Flughäfen. In Phom Penh mussten wir das erste Mal eine solche Gebühr bezahlen. Es kam etwas unerwartet und zu dem hielten nicht nur wir diese für komplett überteuert. Die 25$ pro Person waren wahrscheinlich dafür gedacht, den dummen Touris und anderen Reisenden das letzte Mal ordentlich Geld aus der Tasche zu ziehen. Naja, auf jeden Fall waren von den 25$ 2,75$ als „Security Charge“ benannt. Diese könnte in der Tat gekürzt oder ganz gestrichen werden. Denn als wir an den Security Check kamen, bemerkte ich, dass ich vergessen hatte unser Taschenmesser aus der linken Beintasche meiner Hose zu nehmen. Wir hätten uns in den Arsch beißen können, da das Taschenmesser bis jetzt echt praktisch war und uns nun weggenommen würde. Aber das Sicherheitspersonal bemerkte erst gar nicht, dass ich im Besitz eines Messers war und so marschierte ich mit einem Taschenmesser zum Boarding Gate, mit dem man vermutlich das halbe Flugzeug hätte auseinander bauen können.

Dennoch verlief der Flug ruhig und schon 1 1/2 Std später landeten wir in Kuala Lumpur.

Malaysien

Bevölkerung: 27,73 Millionen

Jährliches Einkommen pro Person: 15.300$

Lebenserwartung: 73,3 Jahre

Inflation: 5,8 %

Arbeitslosenrate: 3,3 %

Religion: 60 % Muslime

Kuala Lumpur lässt sich wohl größentechnisch ganz gut mit Hamburg vergleichen. Die Einwohnerzahl steht kurz vor der 2 Millionen Grenze, aber ob der Trend zu-oder abnehmend ist, wissen wir nicht genau. Flächenmäßig wird es wohl auch in etwa die gleiche Größe haben, denn wir haben nichts davon gelesen, dass KL eine besonders kompakte oder flächendeckende Stadt ist.

Sofort nach der Landung wurde uns klar, dass wir nach Laos und Kambodscha in einem weit mehr entwickelten Land angekommen waren. Wir würden sogar so weit gehen und sagen, dass Malaysien noch etwas entwickelter als Thailand ist, selbst wenn wir direkt in der Hauptstadt angekommen waren und wir das vermutlich erst später mit Sicherheit sagen können…

Das Zweite, was sofort auffiel war, dass wir Fuß in ein zum größten Teil muslimes Land setzten.zwar ist der muslimische Islam lange nicht so koservativ und für viele westliche nicht so radikal wie in vielen Nahost Staaten. Dennoch halten sich 3/4 der muslimischen Bevölkerung an die Bekleidungsetikette und sonstige Glaubensregeln, welche unter anderem das Tragen von Kopftüchern bei den Frauen vorsehen und den öffentlichen sozialen Kontakt zwichen den Geschlechtern stark einschränken.

Und schon das Innere des Flughafens zeigte uns, dass wir wieder auf westlichen Boden angelangt waren. Es gab wieder Mc Donalds, sowie KFC und Dunkin´ Donut und alle Schilder waren auf Englisch verfasst, welches als sehr leicht machte unseren Weg in das Stadtzentrum zu finden. Dieser beträgt zwischen dem Flughafen und KL Central übrigens sagenhafte 75 km und wird meist per 1/2 Std Highspeed Transitbahn oder 1Std Busfahrt bewältigt- wir nahmen den Bus.

Das Zeil von beiden war das Gleiche: KL Sentral, der Knotenpunkt jeglicher In-City Transportmittel. Hier stiegen wir auf den LRT (light rail transit) um, der uns innerhalb einer Haltestelle nach Chinatown brachte.

Nach kurzer Suche fanden wir das Guesthouse in das wir wollten, welches als einigermaßen preiswert und gut war- aber auch merkwürdig.

Der Eingang und das untere Stockwerk sahen mal wieder danach aus, als ob wir in einem Viertel gelandet wären, das wir lieber nicht hätten betreten sollen. Was aber am Anfang der Dreck war, verwandelte sich schnell in allerlei Kurioses- auf jeden Fall für eine Großstadt.

Der Flur war Grün getrichen und üppig mit einer Mischung aus Kunstblumen und Topfpflanzen verschönert. Der Fußboden des kleinen Rezeptionsbereiches erinnerte an einen japanischen Steingarten und eine der Wände war mit kleinen und großen Aquarien bestückt, in denen 2 Schildkröten und sonstige komische Fische schwammen. Im Treppenhaus tropfte Wasser aus den oberen Stockwerken nach unten, was dem ganzen Dschungelflair noch eine Sondernote gab. Dennoch waren die Zimmer in Ordnung und wir quartierten uns für die nächsten Tage ein.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf und erkundigten einwenig Chinatown und das angrenzende Little India, bevor wir noch in das etwas südlichere Viertel Bangsar fuhren, um einbisschen durch die vielen Geschäfte und den zwei großen Malls zu schlendern.

KL gehört zu den günstigeren Städten Südostasiens und kann locker mit den deutschen Städten mithalten. Es gibt gleich mehrere riesen Parkanlagen, wie zum Beispiel die Lakeside Gardens, welche Standort für den KL Vogelpark mit dem größten betretbaren Freifluggehege der Welt, dem Schmetterlingspark und noch etlichen anderen Naturgeschichten ist.

Die beiden Park besichtigten wir gleich am nächsten Tag und vorallem der Vogelpark war wirklich atemberaubend.

Das anliegende Wochenende verbrachten wir mit einem Besuch des Titiwangsa Sees im Norden der Stadt und ansonsten eher entspannt, da von einem Besuch der Hauptsehenswürdigkeiten an Wochenenden abgeraten wird, es sei denn man hat sonst keine andere Möglichkeit oder man mag in der Hitze mit tausend einheimischen Besuchern in einer Warteschlange stehen und immer in Menschenmassen untergehen.

Da wir noch einen zweiten Besuch in KL vorhatten, konnten wir uns diese Sachen aufsparen für die ruhigere Woche.